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Wie in meinem letzten Post erläutert, macht es durchaus Sinn, sich im Bereich SharePoint auch über das Backend Gedanken zu machen. Ein Teil davon ist die Erstellung der Datenbanken. Eigentlich sollte es den Button „Add new Content Database“ in SharePoint gar nicht geben.

Warum?  Hier sind die Gründe:

SharePoint erstellt eine neue Datenbank ab der Model und diese ist von Natur aus so konfiguriert:

  • 2MB gross (oder besser gesagt klein)
  • Ein einzelnes File in der Primary Filegroup
  • Growth ist auf 1 MB Unlimited Growth
  • Logfile ist 1MB gross
  • Growth ist 10%

 

Nach dem Erstellen einer leeren SharePoint Datenbank ist diese 2o MB gross, das heisst, sie ist bereits 18x gewachsen. Durch das Wachstum einer DB wird sie fragmentiert und wie man weiss, ist alles was fragmentiert ist langsamer, da die Datenstücke nicht aneinander hängen, sondern verteilt sind. Diese Verteilung muss vom DB Management System aufgefangen werden. Dieser Reibungsverlust schlägt sich in der Performance nieder.

Wenn ich nun die DB Stats abfrage, bekomme ich den Fragmentierungslevel der neuen Datenbank mitgeteilt, ACHTUNG: Es handelt sich notabene um eine leere SharePoint Datenbank, die noch überhaupt keinen Content enthält. SELECT * FROM sys.dm_db_index_physical_stats (DB_ID(‚DB Name‘), Null, Null, Null, Null);

Ich erhalte hier 230 Rows, jede Row enthält den Hinweis auf einen Index. Meine Datenbank ist also schon sehr stark fragmentiert, obwohl sie leer ist. Da kann man sich vorstellen, dass dies an der Performance nagt.

Ein weiterer Punkt ist, dass allea auf einem Datenfile abgeht. Heute haben Prozessoren mehrere Kerne, und jeder hackt auf dem armen File rum. Viel besser ist es, wenn jeder Kern sich auf ein anderes File konzentrieren kann. Wenn eine DB in mehrere Files unterteilt ist, so wird abwechselnd auf die Files eingedroschen, was sich wiederum positiv auf die Performance auswirkt. Die Fausregel sagt, dass pro Prozessorkern 0.25 bis 0.5 Files angelegt werden sollten, mindestens aber 4. Bei mehr als 8 Files ist dann kein grosser Unterschied mehr spürbar. Beachten Sie folgendes:

  • Berechnen Sie vorab, wie viel Content später mal in die DB rein soll
  • Erstellen Sie die initiale DB Grösse entsprechend ein (wir sprechen von GB nicht von BYTES)
  • Stellen Sie das Wachstum auf eine vernünftige Grösse ein
  • Stellen Sie das LOG auch auf 1GB oder teilbar durch 8GB

Hier kommt der Script vorher noch im SQL Mgmt Studio unter „Query“ den „SQL CMD Mode“ aktivieren, alles was rot ist muss von euch noch customized werden (auch der User ganz am Ende, da kommt der Farm Admin rein:

— —————————————————————————————
— Disclaimer – Thoroughly test this script, execute at your own risk.
— —————————————————————————————

— set variables (Filesizes in MB)
:setvar DBName MyAdventDB
:setvar LoginitialMB 1024
:setvar LoggrowMB 1024
:setvar DatainitialMBperFile 341
:setvar DatagrowMBperFile 341
:setvar DataPath „C:\Program Files\Microsoft SQL Server\MSSQL10_50.MSSQLSERVER\MSSQL\DATA
:setvar LogPath „C:\Program Files\Microsoft SQL Server\MSSQL10_50.MSSQLSERVER\MSSQL\DATA

CREATE DATABASE [$(DBName)] ON  PRIMARY
— no grow on Primary-File (its only for sys tables and Service Broker Queues)
( NAME = N’$(DBName)Data01′, FILENAME = N’$(DataPath)\$(DBName)Data01.mdf‘ , SIZE = 128MB , FILEGROWTH = 0),
— 0.25-1 file per cpu core (each with same initial and grow size)
( NAME = N’$(DBName)_Data02′, FILENAME = N’$(DataPath)\$(DBName)_Data02.ndf‘ , SIZE = $(DatainitialMBperFile)MB , FILEGROWTH = $(DatagrowMBperFile)MB ),
( NAME = N’$(DBName)_Data03′, FILENAME = N’$(DataPath)\$(DBName)_Data03.ndf‘ , SIZE = $(DatainitialMBperFile)MB , FILEGROWTH = $(DatagrowMBperFile)MB ),
( NAME = N’$(DBName)_Data04′, FILENAME = N’$(DataPath)\$(DBName)_Data04.ndf‘ , SIZE = $(DatainitialMBperFile)MB , FILEGROWTH = $(DatagrowMBperFile)MB ),
( NAME = N’$(DBName)_Data05′, FILENAME = N’$(DataPath)\$(DBName)_Data05.ndf‘ , SIZE = $(DatainitialMBperFile)MB , FILEGROWTH = $(DatagrowMBperFile)MB )
LOG ON
— place tlog on another diskarray, use best practice size for optimal vlf handling (1GB/8GB)
( NAME = N’$(DBName)_log‘, FILENAME = N’$(LogPath)\$(DBName)_log.ldf‘ , SIZE = $(LoginitialMB)MB , FILEGROWTH = $(LoggrowMB)MB )
— collation for database (default, unless its for moss –>KS_WS!)
COLLATE Latin1_General_CI_AS_KS_WS
GO
— 90=2005/100=2008
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET COMPATIBILITY_LEVEL = 100
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET ANSI_NULL_DEFAULT OFF
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET ANSI_NULLS OFF
GO
— set ANSI_PADDING True, refer to BOL for more information, not default setting
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET ANSI_PADDING ON
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET ANSI_WARNINGS OFF
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET ARITHABORT OFF
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET AUTO_CLOSE OFF
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET AUTO_CREATE_STATISTICS ON
GO
— never use AUTO_SHRINK on a production DB
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET AUTO_SHRINK OFF
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET AUTO_UPDATE_STATISTICS ON
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET CURSOR_CLOSE_ON_COMMIT OFF
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET CURSOR_DEFAULT  GLOBAL
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET CONCAT_NULL_YIELDS_NULL OFF
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET NUMERIC_ROUNDABORT OFF
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET QUOTED_IDENTIFIER OFF
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET RECURSIVE_TRIGGERS OFF
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET  DISABLE_BROKER
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET AUTO_UPDATE_STATISTICS_ASYNC OFF
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET DATE_CORRELATION_OPTIMIZATION OFF
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET PARAMETERIZATION SIMPLE
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET  READ_WRITE
GO
— use same recovery model for each db in an instance (exceptions in olap environments)
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET RECOVERY FULL
GO
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET  MULTI_USER
GO
— change all dbs to checksum since 2005
ALTER DATABASE [$(DBName)] SET PAGE_VERIFY CHECKSUM
GO

— change db owner
USE [$(DBName)]
GO
EXEC dbo.sp_changedbowner @loginame = N‘domain\user‚, @map = false
GO

 

Am Ende noch mit Powershell an SharePoint anhängen und gut ist.

New-SPContentDatabase -Name <ContentDbName> -WebApplication <WebApplicationName>

So long, Samuel

Sehr oft wird SharePoint eingesetzt, ohne dass durchwegs bekannt wäre, welche Komponenten alle berücksichtigt werden müssen. Mit dem Begriff „SharePoint“ wird dann vor Allem eine Office ähnliche Software gemeint, mit welcher man zusammenarbeiten kann.

Nicht weniger oft wird dann SharePoint mit weiter, weiter, Fertigstellen installiert, und damit hat sich’s dann. Best Practices werden zwar im Bereich AD, Windows Server usw. bereits vielerorts angewandt, aber SharePoint ist oft ein Buch mit sieben Siegeln. Auch dafür gibt es ganz viele Grundlagen, die man berücksichtigen muss. Auf eine dieser Grundlagen will ich heute eingehen.

Es gibt eine ganz einfache Grundregel im Bereich Performance und die heisst SQL Server langsam = SharePoint langsam. SharePoint ist eine Webapplikation und von dieser erwartet der Enduser eine Klick and Run Experience. Wenn er diese nicht erhäldt, dann wird sofort auf SharePoint geschimpft, obwohl das Problem in den meisten Fällen an einem anderen Ort liegt. Ein Frontend kann 15 bis 20’000 User bedienen mit einer 10% Concurrency. Heisst, alle Kleinen und mittleren Unternehmen könnten mit einem starken Frontend auskommen. Das zweite Frontend wird meist nur für die Ausfallsicherheit eingesetzt.

Wo liegt also oft das Problem? Primär an zwei Orten:

  1. Dem SQL Server
  2. Dem Disksubsystem

Es gibt Regeln, wie eien SQL Server aufgesetzt werdne sollte, um die Performance zu erhöhen. Auch gibt es Regeln, wie ein Disksubsystem sein sollte, wenn man SharePoint Datenbanken darauf hosten will.

Der SQL Server

Hier ein paar Grundregeln, wie der SQL server konfiguriert werden muss:

Beginnen wir einmal bei der Aufteilung der Datenbanken. Wir unterscheiden High und Low Traffic Datenbanken, verschiedene Zugriffsmuster und die Logfiles.

 

 Die Suchdatenbank ist grundsätzlich die User DB mit dem grössten Traffic Read und Write. In grösseren Umgebungen macht es sinn, diese komplett in eine eigene Instanz auszulagern, um die restliche SharePoint Installation nicht zu gefährden. In kleinen bis mittleren Farmen kann diese auch in die normale SharePoint Instanz integriert sein. Grundsätzlich sollte aber in einer SharePoint Instanz nichts anderes laufen als SharePoint.

Stellen Sie sicher, dass Transaction Log, User DBs und die Temp DB auf eigenen LUNs in ihrem SAN liegen, d diese ein komplett untershcieldiches Zugriffsmuster haben. T-Log ist Sequential Write, User DBs sind verschieden: Content DBs sind Moderate Read und die Search ist Heavy Read/Write. Die Temp DB ist die schlimmste und ist Heavy Read/Write. Wenn nicht zumindest die Aufteilung wie oben erwähnt gemacht wird, werden sich die vershciedenen Daten ausbremsen.

Kommen wir zu den Einstellungen auf dem SQL Server:

Multiple Datafiles

Stellen Sie sicher, dass alle Datnebanken auf mehrere Datenfiles aufgeteilt sind. Dies erhöht die Performance erheblich. Erstellen Sie die DBs per Script und nicht per „Create New Content DB“ Button. Details dazu in meinem nächsten Post später im Advent.

 

Fill Factor auf 70% setzen

Diese Einstellung stellt sicher, dass Ihr Index weniger schnell fragmentiert. Wenn neue Datensätze eingefügt werden müssen, so werden diese in die leeren 30% eingefügt. Normalerweise ist der Fillfactor auf 100% und somit fragmentiert der Index beim ersten Insert. Jede Fragmentierung verlangsamt den SQL Server

 

T-Log Backup alle 15min bis max. 24h

Dies ist weniger ein Performance Issuer als ein Platzfresser. SharePoint Datenbanken sind per Standard auf Fullrecovery Mode eingestellt. Wenn Sie keine Log Backups machen, wird Ihnen das Logfile unter Unständen immer weiter wachsen. Ein Logbackup stellt sicher, dass alles in die DB geschrieben wurde und gibt das Log frei zum überschreiben. Zudem haben Sie eine zusätzliche Sicherheit zu Ihren Backups im Desasterfall.

 

Disable Boost SQL Server Priority

Diese Einstellung verleitet oft zum einschalten, ist aber im SharePoint Umfeld aufgrund der speziellen Konstellation von SharePoint eher hinderlich.

 

Max Degree of Parallelism 1 (für SharePoint only Instanzen)

Hier wird geregelt, wie viele Threads gleichzeitig für eine Query auf die Prozessoren verteilt werdne. Normalerweise ist die Einstellung auf 0, und der SQL entscheidet. Für SharePoint ist es besser, wenn eine Query immer nur auf eine Thread läuft, dies hat sich in Tests gezeigt.

 

Min und Max Memory konfigurieren

Stellen Sie sicher, dass der SQL Server genügend Memory bekommt, dass das Betriebssystem aber nicht zu leiden beginnt. Faustregel ist Memory Installed – 3GB = Max Memory. Wenn man die automatische Einstellung lässt, nimmt sich SQL was er bekommt. Wenn das Betriebssystem anfängt zu schreien, gibt er nach und nach frei, doch dann ist es meist bereits zu spät.

 

Temp DB auf 10GB und 4 Files verteilen, Autogrowth 1GB

Die Temp DB ist die meist belastete DB bei SharePoint, da jede Liste die in irgendeiner Art gruppiert oder sortiert ist, zuerst durch die Temp DB läuft. Machen Sie diese genur gross und verteilen Sie die DB auf mehrere Datenfiles. So wird die DB beim Start immer 10GB sein und wird somit durch die Wachserei und dadurch die Fragmentierung nicht langsam.

 

Lock Pages in Memory (für SQL Std. –T845) und Perform Volume Maintennance Tasks für SQL Account setzen

Lock Pages in Memory erlaubt dem SQL Server direkt Memory zu allozieren. Perform Volume Maintennance Tasks gibt SQL das Recht, beim Erstellen der DB Start und Endpunkt auf der Disk zu setzen, die Erstellung wird dadurch erheblich schneller. wird der Diskspeicher mit lauter Nullen aufgefüllt.

 

Traceflag 1117 (-T1117) für gleichmässigen Filegrowth

Dies ist ein Undocumented Flag und wird in den Startup Parametern der SQL Instanz gesetzt. Es garantiert den gleichzeitigen Growth mehrerer Datenfiles. Warum man mehrere Datenfiles machen sollte und wie, dazu später im Adventsblog. Wird dieses Flag nicht gesetzt, so füllt SQL alle Files gleichzeitig, wenn alle voll sind wächst File 1 und wird zuerst wieder gefüllt dann wächst File 2 etc… Das ist gerade nicht der Effekt, den man sich von mehreren Datenfiles erhofft.

 

Backupcompression einschalten

Das Backup wird schneller und kleiner. Was will man mehr? Dies geht zu Lasten der CPU, doch das ist vernachlässigbar.

 

Index Maintennance <=30% Reorganisation, sonst Rebuild

Der Index trägt nachhaltig zur Geschwindigkeit der Datenbanken bei. Man sollte darauf achten, dass periodisch die Indizes geprüft werden. Unter 30% Fragmentierung ist eine Reorganisation möglich, sonst muss der Index rebuildet werden.

Für den Indexrebuild empfhiehlt es sich, Max Degree of Parallelism wieder auf 0 zu stellen, da die Reorganisation bzw. der Rebuild schneller über die Bühne geht. Danach wieder zurück auf 1.

 

Update Statistics täglich, DBCC Checkdb vor Fullbackup

Mit Update Statistics wird der Einstiegspunkt festgelegt, damit nicht immer ein Fulltablescan gemacht werden muss. DBCC Checkdb verifiziert die Datenbanken auf ihre Konsistenz. ACHTUNG Repair with Dataloss ist im SharePoint nicht supportet!

 

To BLOB or not to BLOB

Zu guter letzt sollte man sich auch Gedanken über RBS machen. Wie in einem früheren Post erwähnt, entlastet der BLOB Store den SQL Server. Es gab eine Studie, wonach Files < 1MB schneller vom SQL und >1 MB schneller vom Filesystem gestreamt werden. Auch kann der RBS auf günstigeren Disks liegen, was die Gesamtkosten der Infrastruktur senkt. Bitte aber genau prüfen, bevor man da einsteigt. Die Backup Restore Szenarien verkomplizieren sich nämlich durch RBS ;-)

 

Und noch was zum Schluss: Never Virtualize an SQL Server (meine persönliche Meinung, die ein paar Cracks der Microsoft Consulting Services mit mir teilen…)

 

Das Disksubsystem

Disk Alignement

Auch auf dem Disksubsystem gibt es einiges zu beachten. Wenn nämlich mal der SQL mal sauber aufgesetzt und konfiguriert ist, kommt noch das Disksubsystem, auf welchem die Daten liegen. Of wird dies als „Grosser Kübel“ hingestellt und gut ist. Dass sich aber Threads gegenseitig ausbremsen, daran denkt niemand. Beginnen wir mal ganz unten, nämlich beim Disk Alignement. Wurde das Disk Alignement falsch gemacht, verursachen sie dem Disksubsystem Schmerzen, da es defakto die selbe Info zweimal schrieben muss. Einmal auf die Partition und dann noch auf die physische Disk. Stellen Sie sicher, dass die Partitionierung mit einer Blockgrösse von 64KB gemacht wurde. Ältere Systeme haben eine Blockgrösse von 4KB was denkbar schlecht ist.

Hier die Performanceunterschiede mit Aligned und Unaligned Disks:

DiskPartitionAlignmentFig1.jpg

Microsoft hat ein Whitepaper zum Disk Alignement und SQL Server 2008 bereitgestellt, welches exakt zeigt, wie man es einstellt, prüft und korrigiert. Auch werden die Auswirkungen detailiert aufgezeigt.
Hier der Link: http://download.microsoft.com/download/C/E/7/CE7DA506-CEDF-43DB-8179-D73DA13668C5/DiskPartitionAlignment.docx

 

Performance, IOPS und Anzahl Disks

Es gibt ganz viele Hersteller, die behautpen, das beste Disksubsystem für SharePoint zu haben. Ich sage dazu nur eines: Kein RAID10, kein gutes Disksubsystem für SharePoint. Grundsätzlich geht es um Performance, und da ist RAID10 nicht zu überbieten, auch wenn es notabene das verschwenderischste ist, da die zwei Platten welche zusammen mehr performance ergeben und zusätzlich noch gespiegelt werden. Man kann also genau 50% des eingekauften Speicherplatzes effektiv nutzen, was eigentlich eine schlechte Ausbeute ist.

Wir wollen aber Performance und daher wird auch von Microsoft dringend RAID10 empfohlen. Dann können Sie auch als Grundregel nehem, was unter 140 MB/s Throughput hat ist zu langsam. Diese Rechenmethode hat ihre Grenzen, denn sie sagt alleine nicht viel aus.

Sicherer ist mit IPOS zu rechnen. Hier ist die Faustregel 2 IOPS pro GB Daten. Da wird schnell klar, dass wir schnell mal ein paar IOPS auf unserem Disksubsystem brauchen.

Wichtige Grundregel beim Disksubsystem ist auch die Anzahl Disks, nicht nur der benötigte Platz sonder die Anzahl Spindeln, welche den IO verarbeiten sind hier die wichtigen Faktoren.

Es empfiehlt sich, einige Tests mit SQLIO zu machen.
Zum Tool:  http://www.microsoft.com/download/en/details.aspx?id=20163
zur Beschreibung: http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc966412.aspx

 

So, nun habe ich erstmal genug losgelassen, ich lass euch das ganze erst mal verdauen.

So long, Samuel

 

Auch von meiner Seite ein herzliches Hallo vom SharePoint-Advents-Blog. Meinen ersten Artikel werde ich dem Thema Performance widmen und 10 Tipps geben, wie eine SharePoint-Umgebung in Sachen Performance optimiert werden kann.

1. Datenbank- vom Nutzer-Traffic separieren
SharePoint kommuniziert unwahrscheinlich viel mit den Datenbanken im Hintergrund. Es werden nicht nur alle Inhalte und Einstellung einer Website in der Inhalts- bzw. Konfigurationsdatenbank gespeichert, auch Anwendungen wie etwa die Suche- oder die Profildienste provozieren eine extrem hohe Datenbanklast. Um  einen optimalen Durchsatz von den Frontend- oder Anwendungsservern zum SQL Server zu erzielen, empfiehlt es sich, netzwerkseitig diese Kommunikation vom Nutzer-Traffic zu trennen.

2. SQL-Parameter einstellen
SQL-Profis wissen, dass die Datenbank-Engine zahlreiche Möglichkeiten liefert, die Performance der Datenbank selbst zu optimieren. Da auch SharePoint auf den SQL-Server zurückgreift, sollte auch diese Ebene betrachtet werden. Erster Schritt ist die physikalische Trennung der SharePoint-Datenbankdateien von anderen Datenbanken sowie der Temp-DB. Auch die Log-Files sollten auf einer separaten Platte abgespeichert werden. Weiterhin ist es lohnenswert die Temp-DB zu optimieren, wie in diesem Artikel beschrieben. Zusätzlich zu diesen beiden Schritten, kann die Größe der Inhaltsdatenbanken auf einen festen Wert, von zum Beispiel 80 Gigabyte gesetzt werden. Normalerweise erhöht der SQL Server die Datenbankdateien in kleinen Schritten. Diese Einstellung kann auf einen festen Wert von beispielsweise 10 Megabyte geändert werden.

3. Mehrere Inhaltsdatenbanken verwenden
SharePoint liefert die Möglichkeit, Site Collections in unterschiedlichen Inhaltsdatenbanken abzuspeichern. Von dieser Option sollte man unbedingt Gebrauch machen und einen Weg finden, die jeweiligen Websitesammlungen datenbankseitig voneinander zu trennen. SharePoint speichert dummer Weise die meisten Inhalte einer Website (Ankündigungen, Aufgaben oder Termine) in einer SQL-Tabelle ab. Mit einer immer höher werdenden Anzahl an Webseiten in einer Datenbank sinkt demensprechend die Performance der gesamten Plattform. Daher sollte man unbedingt mehrere Inhaltsdatenbanken planen.

4. SQL-Index-Daten defragmentieren
Der SQL Server verwaltet intern eine Reihe von Indizes zur Speicherung verschiedener Datenbanken. Da diese Dateien schnell fragmentiert werden können, empfiehlt es sich, die Daten im Rahmen der regelmäßigen Wartungsarbeiten zu defragmentieren.

5. Separation von Webanwendungen und Prozessen
Bestimmte SharePoint-Anwendungen erfordern auf den Servern unter Umständen einen hohen Ressourcenbedarf. Der bekanntestes dieser Dienste ist der Indizierungsprozess der Suche. Um auf den Frontend-Servern für die Benutzer spürbare Seiteneffekte zu vermeiden, sollten diese ressourcenintensiven Dienste auf einen separaten Application Server ausgelagert werden.

6. HTTP-Komprimierung verwenden
Die Internet Information Service (IIS) liefern die Möglichkeit, die vom IIS ausgelieferten HTTP-Pakete zu komprimieren. Auch die Datenpakete von SharePoint lassen sich über diese Technik verkleinern, daher sollte auch bei SharePoint-Farmen von der HTTP-Komprimierung Gebrauch gemacht werden.

7. CSS- und JavaScript-Optimierung
Besonders bei angepassten Webseiten für Intranets oder Internetauftritte empfiehlt es sich, einen guten Plan für die Umsetzung von Cascading Style Sheets oder JavaScripts zu haben. Lohnenswert ist es, die jeweiligen Daten zu minimieren, also Zeilenumbrüche bzw. Leerzeichen vor der Auslieferung zu entfernen. Zudem sollte die Anzahl der ausgelieferten CSS-Dateien möglichst gering gehalten werden. Bei Internetseiten sollten die CSS-Klassen des Edit-Modes zum Beispiel nicht im View-Mode heruntergeladen werden müssen. Bei JavaScripts liefert SharePoint 2010 die Möglichkeit, bestimmte Dateien oder Scripts nur dann zu laden, wenn Sie erforderlich sind (on demand).

8. Blob-Caching verwenden
Grafiken können durch das Blob-Caching auf den Frontend Servern für eine definierte Zeit zwischengespeichert werden. Die dadurch entstehende Ersparnis an Datenbank-Traffic kann unter Umständen sehr groß sein.

9. Output-Cache verwenden
SharePoint integriert eine Caching-Funktion mittels derer komplette Seite zwischengespeichert werden können. Das Output-Caching ist standardmäßig deaktiviert und sollte mindestens bei anonymen Internetseiten aktiviert werden.

10. Site Definitions und Features für Templates verwenden
Zusammen mit dem SharePoint Designer lassen sich Master- oder Content-Seiten unwahrscheinlich einfach anpassen und ggf. auch als Vorlage speichern. Problem dabei:  Nach der Anpassung werden die Master- bzw. ASPX-Dateien komplett in der Datenbank gespeichert und auch von dieser Stelle geparst. Und wie wir wissen, erfordert SharePoint ja schon genügen Datenbanklast. Aus diesem Grund sollten Websitevorlagen, Masterseiten oder Page Layouts nicht direkt mit dem SharePoint Designer angepasst werden, sondern stattdessen als Feature auf den Frontend-Server bereitgestellt werden. In Sachen Performance ist es auch von Vorteil JavaScript- oder CSS-Dateien im Layouts-Verzeichnis abzulegen. Die Prämisse sollte stets sein, den Traffic hin zur Datenbank möglichst gering zu halten.

So, das war mein erster Adventsbeitrag. Ich hoffe, dass der eine oder andere Tipp nützlich ist. Neben diesen Vorschlägen sollte man natürlich die Programmierebene nicht vernachlässigen und bei seinen individuellen Anwendungen auf eine vernünftige Performance achten. Wie die Performance einer SharePoint-Webseite gemessen werden kann, wir Christian morgen beschreiben.

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