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Wir bleiben noch etwas im Sandkasten (in den Thorsten mittlerweile schon ein paar Löcher gebohrt hat ;) und werfen einen Blick Sandboxed Workflow Actions. Seit SharePoint 2007 besteht die Möglichkeit SharePoint um eigene Workflow Actions zu erweitern. Allerdings musste man die Actions Farm-weit zur Verfügung stellen. In SharePoint 2010 können wir jetzt auch Workflow Actions via Site Collection Feature bereitstellen. Dies gilt sowohl für Farm Solutions als auch für Sandboxed Solutions. Mit Hilfe einer Sandboxed Solution können wir custom Workflow Actions auch einfach in Office 365 bereitstellen. Die Programmierung einer Sandboxed Workflow Action funktioniert etwas anders als die einer Farm Solution. Im folgenden Post werde ich anhand einer “Create Site Action” zeigen wie man Sandboxed Workflow Actions selbst schreiben kann.

1. Neues leeres SharePoint Projekt in Visual Studio erstellen

2. Sandboxed Solution auswählen

3. Site Collection Feature anlegen (Workflow Actions sollten immer in ein eigenes Feature und nicht mit anderen Feature-Elementen vermischt werden. Es kannst sonst zu Problemen kommen=>Feature-Element-Gulasch)

4. Empty Element hinzufügen und das XML wie folgt bearbeiten:

image_thumb[35]

SandboxedFunction=”true” teilt der Workflow Infrastructure mit, dass es sich um eine Sandboxed Action handelt. FunctioName verweist auf die entsprechende Methode in der Implementierung. Das Element RuleDesigner beschreibt die UI in SharePoint Designer und mapped UI Felder mit Hilfe des Field Attributes auf die Parameter. Die verfügbaren DesignerTypes findet man hier. Die Parameters Elemente binden die Parameter an die Parameter und den Rückgabewert der Methode der Implementierung.

5. Die Implementierung der Create Site Action

image_thumb[36]

Der Name der Methode muss dem FunctionName Attribut des Element Manifest entsprechen (grün). Die Parameter der Methode entsprechen den Direction=”In” Parametern des Manifest (orange). Einzige Ausnahme ist der interne Parameter “___Context” bei dem die Unterstriche fehlen. Die Keys der Hashtable entsprechen den Direction=”Out” Parametern des Manifests (rot).

6. Sandboxed Solution hochladen in der Solution Gallery hochladen und das Site Collection Feature aktivieren

7. Workflow bauen

SNAGHTML1d5d65a_thumb[6]

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ENDE

Download

Die SharePoint Sandbox wurde nun bereits mehrmals gut beschrieben, seit diese mit SharePoint 2010 das Licht der Welt erblickt hat.

Heute möchte ich aufzeigen, wie man mit SharePoint 2010 OnPremise Wege aus der Sandbox implementieren kann.

 

Warum möchte man Wege aus der Sandbox finden?

Die SharePoint Sandbox isoliert Custom Code, so dass die vorhandene SharePoint Farm von vermeidlich „kleinen“ oder „unscheinbaren“ Lösungen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Sie ermöglicht es SiteCollection Administratoren direkt über die Solution Gallery WSPs – welche explizit als Sandboxfähig markiert sind – bereitzustellen und zu aktivieren. Ein perfekter Mechanismus für die OnDemand Variante Office365, doch in Konzernen möchte man häufig etwas mehr.

Dieses „etwas“ kann der Aufruf eines bestimmten WebServices, das Schreiben auf eine bestimmte FileShare oder das Laden und Interpretieren des Unternehmens-Feeds sein. In jeder Limitation die uns die Sandbox vorschreibt finden SharePoint Anwender ein kritisches Feature welches Sie aber innerhalb Ihrer Sandbox als verfügbar sehen möchten.

Durchaus üblich sind solche Anforderungen von zentralen IT Abteilungen, die womöglich weltweit verfügbare und verwendete SharePoint Farmen administrieren. Hier muss natürlich auf Sandboxing gesetzt werden, weil der Betrieb solcher SharePoint Farmen schon sehr intensiv ist, würde hier das Monitoring und die Validierung aller Custom Solutions noch bei der Abteilung aufschlagen welche für das Hosting verantwortlich ist, würde dies zu einer mehr als hohen Auslastung führen. Daher ist es in PrivateCloud Szenarien üblich SharePoint’s Full-Trusted Proxies einzusetzen und somit bewusst Wege aus der Sandbox heraus zu öffnen.

Full-Trusted Proxies

In SharePoint 2010 stellt ein „Full-Trusted-Proxy“ genau eine Methode zur Verfügung welche aus Sandboxed Lösungen heraus aufgerufen werden können. Das Deployment eines Full-Trusted-Proxies geschieht über eine WSP – welche nur von einem Farmadministrator installiert und aktiviert werden kann.

Analog zur eigentlichen Sandbox Solution läuft auch der Proxy nicht im IIS Prozess (w3wp.exe) sondern im Prozess SPUCWorkerProcessProxy.exe, in dem auch die Standard Microsoft.SharePoint.dll zur Verfügung steht. Abbildung 1 zeigt wie das Zusammenspiel der Komponenten an dieser Stelle ist.

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Abbildung 1 – Full-Trusted Proxies Quelle www.microsoft.com

 

Wichtig ist darüber hinaus, dass die Full-Trusted-Proxy Operation mit der Sandbox-Lösung nur über Ihren eigenen Rückgabewert kommunizieren kann.

 

Die Implementierung

Im folgenden Beispiel möchte ich die Anforderung aufgreifen, die ich zu Beginn angesprochen habe. Einen RSS Feed innerhalb einer Sandboxed Solution abfragen. Innerhalb der Sandbox ist es via CAS verboten die Load Methode der Klasse XElement aufzurufen, deshalb muss diese Operation als Full-Trusted-Proxy realisiert werden.

 

Abbildung2

Wie in Abbildung 2 zu sehen ist, muss das Projekt für den Proxy als Full-Trusted-SharePoint Projekt angelegt werden. Die Realisierung als Full-Trusted-Proxy kann im Wesentlichen auf drei elementare Bestandteile reduziert werden.

 

SPProxyOperationArgs

Zunächst sollte man eine Klasse erstellen, die von SPProxyOperationArgs abgeleitet ist. Diese neue Klasse wird im späteren Verlauf für den Übergabewert der Execute Methode verwendet. Alles was für den RSS-Feed-Reader benötigt wird ist die zugrundeliegende URL, welche aggregiert werden soll.

Abbildung3

 

SPProxyOperation

Der zweite und wichtigste Bestandteil ist die Implementierung des Proxy’s selbst. Hierzu wird eine weitere Klasse erstellt, die von SPProxyOperation abgeleitet ist. Innerhalb der Execute Methode wird die Logik platziert, die den RSS Feed lädt.

 

Abbildung4

 

Hierbei sind zwei Dinge zu beachten. Erstens muss der Parameter der Methode von SPProxyOperationArgs in unseren zuvor erstellten Typ RssFeedReaderArgument gecasted werden. Zweitens kann der Rückgabewert der Methode nur ein serialisierbares Objekt sein.

Registrierung des eigenen Full-Trusted Proxies

Der dritte und letzte Bestandteil des Full-Trusted-Proxies ist die Registrierung des Proxies beim gewünschten UserCodeService. Hierzu kann der FeatureEventReceiver des Farm-Features verwendet werden. Zur Vollständigkeit hier ebenfalls der Code zum Entfernen des Proxies bei der Deaktivierung des Features.

Abbildung5

Die Verwendung in einer Sandboxed Solution

Dank der Methode ExecuteRegisteredProxyOperation der Klasse SPUtility, ist die eigene Proxy-Operation im Handumdrehen aufgerufen. Die Methode bekommt lediglich drei Parameter

· FullQualifiedAssemblyName der Proxy-Operation

· FullQualifiedTypeName der Proxy-Operation

· Eine Instanz der RssFeedReaderArgument Klasse

Abbildung6

Als Resultat des Aufrufes erhält der Sandbox-Entwickler den RSSFeed als String, genau wie zuvor implementiert.

 

Fazit

Full-Trusted-Proxies bieten einen einfachen, sicheren und kontrollierten Weg aus der Sandbox heraus. Gerade in PrivateCloud Szenarien bieten Full-Trusted-Proxies ein gutes Mittel um Herr aller Custom Solutions zu werden.

 

-Thorsten

Hallo zusammen,
ich hoffe, Ihr hattet einen schönen 3. Advent.

Ich habe mich letzte Woche mit Heike Ritter (Blog, @HeikeRitter) von Microsoft getroffen und wir haben relativ spontan ein kurzes Interview zur Microsoft Virtual Academy aufgenommen.

[vimeo http://vimeo.com/33501314]

Die Aktion, die Heike nach der Demo anspricht, findet am Freitag, den 16.12. um 13:30 Uhr statt.
Die Adresse der Facebook-Fanpage lautet: https://www.facebook.com/WirsindTechNet.

Und damit wünsche ich euch eine schöne Woche und einen hoffentlich nicht zu stressigen Endspurt in Richtung Weihnachten.

Am heutigen 3ten Advent einmal eine kurze Vorstellung von Office 365 anhand des P-Plans. Bereits letzte Woche habe ich dazu eine Trial erstellt, die schnell eingerichtet ist. Eine Trial im P-Plan umfasst 10 User für 30 Tage, beim E-Plan sind es 25 User im E3-Plan, hier ist es sehr smart, da damit auch gleich Office professional plus mitgetestet werden kann.

Der P-Plan umfasst Exchange Online, Lync Online und SharePoint Online.

Gleich nach dem Login auf https://portal.microsoftonline.com finden wir uns – als User – auf der Startseite wieder und können hier gleich in die Outlook Web Apps einsteigen, den Lync Client installieren oder auf die Teamwebsite zugreifen.

image

Als Administrator sehen Sie in der Verwaltung gleich die am häufigsten verwendeten Befehle, z.B. Benutzerkennwörter zurück setzen.

Schnell einrichten eines Abos

Am schnellsten gehen Sie bei der Einrichtung eines neuen Abo’s so vor:

1. Domain hinzufügen und verifizieren.

2. Benutzer hinzufügen

Damit erhalten alle Benutzer auch gleich das korrekte Login mit der eigenen Domain. Für die Massenhinzufügung von Benutzeraccount können Sie sich eine CSV Datei direkt im Portal laden, ausfüllen und damit alle User sehr schnell hinzufügen.

Ich habe dazu die CSV Datei als Excel Datei gespeichert und fülle dort die Felder aus.

image

Anzeigename und Benutzername habe ich hier noch nicht ausgefüllt, dies mache ich über eine Excel Formel, die ich kurz beschreiben möchte (alle Softwareentwickler sollen an dieser Stelle einfach zum Punkt: importieren weiterspringen). Ich verwende dazu in Spalte D, Zelle D3 folgende Formel:

=B3&” “&C3

image

Danach fülle ich die restlichen Spalten mit dem nach unten kopieren aus.

image

Wie schaut die gleiche Formel für das Feld Benutzername aus?

=B2&"."&C2&"@DOMAINNAME.com"

image

Mit dieser Vorlage können Sie sehr schnell User eintragen. Die Datei wird dann als CSV gespeichert. Dies öffne ich dann in einem Editor und ersetze mit Suchen und Ersetzen das Semikolon durch ein Komma.

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Importieren der Benutzer

Nachdem nun alle User in der CSV Datei vorhanden sind, werden sie importiert.

image

Die Überprüfung hat ergeben, dass alles korrekt ist:

image

Nun die Region festlegen und Lizenzen zuweisen. Danach sind die User angelegt und die temporären Kennwörter werden erstellt.

image

 

Schon sind alle meine SharePoint Advent Kollegen angelegt.

Wie an den Collaboration Days 2011 von letzter Woche angesprochen, hier die Anleitung wie man in einer Testumgebung mit Claims Based Identity „spielen“ kann ohne das man sich einen „Issuer“ installiert und konfiguriert. Diese Anleitung benutzt den LDAP Membership und Role Provider der mit SPS Server 2010 mitgeliefert wird und benutzt den Active Directory Domain Services um die Benutzer und Gruppen zu autorisieren.

Um dieser „Schritt um Schritt“ Anleitung zu folgen werden neben dem SharePoint Server 2010  folgende Annahmen getroffen. Sie haben einen Domain Controller mit dem Domänen Root „contoso.com“ und Benutzer im „userContainer“. Selbstredend müssen die entsprechenden Anpassungen an den Konfiguration für:

  • Server und userContainer Atribute für den Role Provider
  • Server und groupContainer für den Memebership Provider

entsprechend Ihrer Umgebung gemacht werden gemacht werden.

Eine neue Web Application mit Claimes based Authentication anlegen
1: In Central Administration -> Application Management -> Manage web applications im Ribbon auf “New” klicken um eine neue Web Application zu erstellen.

2: In der „Create New Web Application” Seite, im Authentication Abschnitt auf Claims Based Authentication klicken.


3: Im IIS Web Site Abschnitt eine neue IIS Web Seite erstellen lassen und einen Namen, sowie den Port, dafür eingeben. Zusätzlich hier noch die URL in der Host Header Box definieren etwa „claims.contoso.com“.

4: In der Security Configuration SSL aktivieren oder deaktivieren. Allow Anonymous auf „No“ setzten.

5: In der Identity Providers Sektion, “Enable Windows Authentication” aktivieren und im drop-down menu “NTLM” auswählen.

6: Um “forms-based authentication” zu aktivieren, klickt man auf “Enable Forms Based Authentication (FBA)”. Danach die „ASP.NET Membership provider und Role Manager“-Namen eintragen. Diese sind:

  • LdapMembershipProvider
  • LdapRoleProvider

7: In der “Sign In Page URL” Sektion die “Default Page” auswählen.

8: In der Public URL Sektion die URL eintragen: http:// claims.contoso.com/

9: Danach einen neuen Application Pool erstellen

10: Im „Service Application Connections“ alles auf “default” belassen.

11: “Customer Experience Improvement Program” auf “No” oder “Yes” setzten und mit OK die neue Web App erstellen.

Form-based Authentication Unterstützung konfigurieren
1: Im Windows Explorer zum “root directory” der Central Administration navigieren und die Datei “web.config” in einem Text Editor öffnen.
2: Das folgende XML gleich nach dem <system.web> Element hineinkopieren:

<membership>
<providers>
<add name=“LdapMembershipProvider“
type=“Microsoft.Office.Server.Security.LdapMembershipProvider, Microsoft.Office.Server, Version=14.0.0.0, Culture=neutral, PublicKeyToken=71e9bce111e9429c“
server=“contoso.com“
port=“389″
useSSL=“false“
userDNAttribute=“distinguishedName“
userNameAttribute=“sAMAccountName“
userContainer=“CN=Users,DC=contoso,DC=com“
userObjectClass=“person“
userFilter=“(ObjectClass=person)“
scope=“Subtree“
otherRequiredUserAttributes=“sn,givenname,cn“ />
</providers>
</membership>
<roleManager enabled=“true“ defaultProvider=“AspNetWindowsTokenRoleProvider“>
<providers>
<add name=“LdapRoleProvider“
type=“Microsoft.Office.Server.Security.LdapRoleProvider, Microsoft.Office.Server, Version=14.0.0.0, Culture=neutral, PublicKeyToken=71e9bce111e9429c“
server=“contoso.com“
port=“389″
useSSL=“false“
groupContainer=“CN=Users,DC=contoso,DC=com“
groupNameAttribute=“cn“
groupNameAlternateSearchAttribute=“samAccountName“
groupMemberAttribute=“member“
userNameAttribute=“sAMAccountName“
dnAttribute=“distinguishedName“
groupFilter=“(ObjectClass=group)“
userFilter=“(ObjectClass=person)“
scope=“Subtree“ />
</providers>
</roleManager>

3: Speichern und Schliessen

Security Token Service für Form Based Authentication konfigurieren
1: In den „Administrative Tools“ des Servers den „Internet Information Services (IIS) Manager“ starten. Dort den „Server node“ und danach den „Site node“ erweitern.

2: Dort den „SharePoint Web Services node” erweitern und dann auf „SecurityTokenServiceApplication“ klicken. In der Action pane (rechts) auf den Link „explore“ klicken. Dort das „web.config“ file suchen und in einem Text Editor öffnen.

3: Folgenden XML Konfiguration gleich nach dem </system.net> Element hineinkopieren:

<membership>
<providers>
<add name=“LdapMembershipProvider“
type=“Microsoft.Office.Server.Security.LdapMembershipProvider, Microsoft.Office.Server, Version=14.0.0.0, Culture=neutral, PublicKeyToken=71e9bce111e9429c“
server=“contoso.com“
port=“389″
useSSL=“false“
userDNAttribute=“distinguishedName“
userNameAttribute=“sAMAccountName“
userContainer=“CN=Users,DC=contoso,DC=com“
userObjectClass=“person“
userFilter=“(ObjectClass=person)“
scope=“Subtree“
otherRequiredUserAttributes=“sn,givenname,cn“ />
</providers>
</membership>
<roleManager enabled=“true“>
<providers>
<add name=“LdapRoleProvider“
type=“Microsoft.Office.Server.Security.LdapRoleProvider, Microsoft.Office.Server, Version=14.0.0.0, Culture=neutral, PublicKeyToken=71e9bce111e9429c“
server=“contoso.com“
port=“389″
useSSL=“false“
groupContainer=“CN=Users,DC=contoso,DC=com“
groupNameAttribute=“cn“
groupNameAlternateSearchAttribute=“samAccountName“
groupMemberAttribute=“member“
userNameAttribute=“sAMAccountName“
dnAttribute=“distinguishedName“
groupFilter=“(ObjectClass=group)“
userFilter=“(ObjectClass=person)“
scope=“Subtree“ />
</providers>
</roleManager>
4: Speichern und Schliessen

Die neue Web Application für Form Based Authentication konfigurieren
1: Im Windows Explorer zum “root directory” der Central Administration navigieren und die Datei “web.config” in einem Text Editor öffnen.

2: Das folgende XML gleich nach

<roleManager>
<provider>
hineinkopieren:
<add name=“LdapRoleProvider“
type=“Microsoft.Office.Server.Security.LdapRoleProvider, Microsoft.Office.Server, Version=14.0.0.0, Culture=neutral, PublicKeyToken=71e9bce111e9429c“
server=“contoso.com“
port=“389″
useSSL=“false“
groupContainer=“CN=Users,DC=contoso,DC=com“
groupNameAttribute=“cn“
groupNameAlternateSearchAttribute=“samAccountName“
groupMemberAttribute=“member“
userNameAttribute=“sAMAccountName“
dnAttribute=“distinguishedName“
groupFilter=“(ObjectClass=group)“
userFilter=“(ObjectClass=person)“
scope=“Subtree“ />
3: Weiter folgendes XML gleich nach
<membership>
<provider>
hineinkopieren:
<add name=“LdapMembershipProvider“
type=“Microsoft.Office.Server.Security.LdapMembershipProvider, Microsoft.Office.Server, Version=14.0.0.0, Culture=neutral, PublicKeyToken=71e9bce111e9429c“
server=“contoso.com“
port=“389″
useSSL=“false“
userDNAttribute=“distinguishedName“
userNameAttribute=“sAMAccountName“
userContainer=“CN=Users,DC=contoso,DC=com“
userObjectClass=“person“
userFilter=“(ObjectClass=person)“
scope=“Subtree“
otherRequiredUserAttributes=“sn,givenname,cn“ />

4: Speichern und Schliessen

Neue User Policy erstellen
1: In Central Administration zu -> Application Management -> Manage web applications navigieren. Die Web Application „claims.contoso.com“ auswählen und im Ribbon auf “User Policy” klicken.
2: Im Fenster „Policy for Web Application“ auf „Add User“ klicken
3: Die „Default Zone“ auswählen und dann das Adressbuch auswählen. Jetzt sieht man schon den neuen „Claims-based People Picker“

4: Die entsprechenden Benutzer auswählen

5: Speichern und zur gewählten URL navigieren. Dort kann man nun den Identity Provider auswählen.

Hinter dem Türchen im SharePoint Adventskalender verbirgt sich heute eine Kostprobe des SharePointPodcasts, dem auditiven Update für den engagierten SharePoint-Anwender mit Themen, Trends, Tipps, Tricks und Talk. Ich produziere den SharePointPodcast seit fast 7 Jahren in mittlerweile 197 Ausgaben, in denen ich aktuelle News, Tools, Veranstaltungstipps und mehr aus dem SharePoint-Land vorstelle.

Ein wesentlicher Bestandteil dces SharePointPodcasts sind auch die Gespräche und Interviews, die ich mit Menschen wie du und ich aus dem SharePoint-Land führe.

Mit Chris Müller haben ich eine kleine Reihe begonnen, in der wir unter dem Stichwort AlpenPodcast uns über SharePoint und die Welt unterhalten.

Hier ein Auschnitt aus unserem Talk auf den CollaborationDays 2011 in Luzern, die vollständige Episode könnt ihr im SharePointPodcast 197 hören.

 

Sehr oft wird SharePoint eingesetzt, ohne dass durchwegs bekannt wäre, welche Komponenten alle berücksichtigt werden müssen. Mit dem Begriff „SharePoint“ wird dann vor Allem eine Office ähnliche Software gemeint, mit welcher man zusammenarbeiten kann.

Nicht weniger oft wird dann SharePoint mit weiter, weiter, Fertigstellen installiert, und damit hat sich’s dann. Best Practices werden zwar im Bereich AD, Windows Server usw. bereits vielerorts angewandt, aber SharePoint ist oft ein Buch mit sieben Siegeln. Auch dafür gibt es ganz viele Grundlagen, die man berücksichtigen muss. Auf eine dieser Grundlagen will ich heute eingehen.

Es gibt eine ganz einfache Grundregel im Bereich Performance und die heisst SQL Server langsam = SharePoint langsam. SharePoint ist eine Webapplikation und von dieser erwartet der Enduser eine Klick and Run Experience. Wenn er diese nicht erhäldt, dann wird sofort auf SharePoint geschimpft, obwohl das Problem in den meisten Fällen an einem anderen Ort liegt. Ein Frontend kann 15 bis 20’000 User bedienen mit einer 10% Concurrency. Heisst, alle Kleinen und mittleren Unternehmen könnten mit einem starken Frontend auskommen. Das zweite Frontend wird meist nur für die Ausfallsicherheit eingesetzt.

Wo liegt also oft das Problem? Primär an zwei Orten:

  1. Dem SQL Server
  2. Dem Disksubsystem

Es gibt Regeln, wie eien SQL Server aufgesetzt werdne sollte, um die Performance zu erhöhen. Auch gibt es Regeln, wie ein Disksubsystem sein sollte, wenn man SharePoint Datenbanken darauf hosten will.

Der SQL Server

Hier ein paar Grundregeln, wie der SQL server konfiguriert werden muss:

Beginnen wir einmal bei der Aufteilung der Datenbanken. Wir unterscheiden High und Low Traffic Datenbanken, verschiedene Zugriffsmuster und die Logfiles.

 

 Die Suchdatenbank ist grundsätzlich die User DB mit dem grössten Traffic Read und Write. In grösseren Umgebungen macht es sinn, diese komplett in eine eigene Instanz auszulagern, um die restliche SharePoint Installation nicht zu gefährden. In kleinen bis mittleren Farmen kann diese auch in die normale SharePoint Instanz integriert sein. Grundsätzlich sollte aber in einer SharePoint Instanz nichts anderes laufen als SharePoint.

Stellen Sie sicher, dass Transaction Log, User DBs und die Temp DB auf eigenen LUNs in ihrem SAN liegen, d diese ein komplett untershcieldiches Zugriffsmuster haben. T-Log ist Sequential Write, User DBs sind verschieden: Content DBs sind Moderate Read und die Search ist Heavy Read/Write. Die Temp DB ist die schlimmste und ist Heavy Read/Write. Wenn nicht zumindest die Aufteilung wie oben erwähnt gemacht wird, werden sich die vershciedenen Daten ausbremsen.

Kommen wir zu den Einstellungen auf dem SQL Server:

Multiple Datafiles

Stellen Sie sicher, dass alle Datnebanken auf mehrere Datenfiles aufgeteilt sind. Dies erhöht die Performance erheblich. Erstellen Sie die DBs per Script und nicht per „Create New Content DB“ Button. Details dazu in meinem nächsten Post später im Advent.

 

Fill Factor auf 70% setzen

Diese Einstellung stellt sicher, dass Ihr Index weniger schnell fragmentiert. Wenn neue Datensätze eingefügt werden müssen, so werden diese in die leeren 30% eingefügt. Normalerweise ist der Fillfactor auf 100% und somit fragmentiert der Index beim ersten Insert. Jede Fragmentierung verlangsamt den SQL Server

 

T-Log Backup alle 15min bis max. 24h

Dies ist weniger ein Performance Issuer als ein Platzfresser. SharePoint Datenbanken sind per Standard auf Fullrecovery Mode eingestellt. Wenn Sie keine Log Backups machen, wird Ihnen das Logfile unter Unständen immer weiter wachsen. Ein Logbackup stellt sicher, dass alles in die DB geschrieben wurde und gibt das Log frei zum überschreiben. Zudem haben Sie eine zusätzliche Sicherheit zu Ihren Backups im Desasterfall.

 

Disable Boost SQL Server Priority

Diese Einstellung verleitet oft zum einschalten, ist aber im SharePoint Umfeld aufgrund der speziellen Konstellation von SharePoint eher hinderlich.

 

Max Degree of Parallelism 1 (für SharePoint only Instanzen)

Hier wird geregelt, wie viele Threads gleichzeitig für eine Query auf die Prozessoren verteilt werdne. Normalerweise ist die Einstellung auf 0, und der SQL entscheidet. Für SharePoint ist es besser, wenn eine Query immer nur auf eine Thread läuft, dies hat sich in Tests gezeigt.

 

Min und Max Memory konfigurieren

Stellen Sie sicher, dass der SQL Server genügend Memory bekommt, dass das Betriebssystem aber nicht zu leiden beginnt. Faustregel ist Memory Installed – 3GB = Max Memory. Wenn man die automatische Einstellung lässt, nimmt sich SQL was er bekommt. Wenn das Betriebssystem anfängt zu schreien, gibt er nach und nach frei, doch dann ist es meist bereits zu spät.

 

Temp DB auf 10GB und 4 Files verteilen, Autogrowth 1GB

Die Temp DB ist die meist belastete DB bei SharePoint, da jede Liste die in irgendeiner Art gruppiert oder sortiert ist, zuerst durch die Temp DB läuft. Machen Sie diese genur gross und verteilen Sie die DB auf mehrere Datenfiles. So wird die DB beim Start immer 10GB sein und wird somit durch die Wachserei und dadurch die Fragmentierung nicht langsam.

 

Lock Pages in Memory (für SQL Std. –T845) und Perform Volume Maintennance Tasks für SQL Account setzen

Lock Pages in Memory erlaubt dem SQL Server direkt Memory zu allozieren. Perform Volume Maintennance Tasks gibt SQL das Recht, beim Erstellen der DB Start und Endpunkt auf der Disk zu setzen, die Erstellung wird dadurch erheblich schneller. wird der Diskspeicher mit lauter Nullen aufgefüllt.

 

Traceflag 1117 (-T1117) für gleichmässigen Filegrowth

Dies ist ein Undocumented Flag und wird in den Startup Parametern der SQL Instanz gesetzt. Es garantiert den gleichzeitigen Growth mehrerer Datenfiles. Warum man mehrere Datenfiles machen sollte und wie, dazu später im Adventsblog. Wird dieses Flag nicht gesetzt, so füllt SQL alle Files gleichzeitig, wenn alle voll sind wächst File 1 und wird zuerst wieder gefüllt dann wächst File 2 etc… Das ist gerade nicht der Effekt, den man sich von mehreren Datenfiles erhofft.

 

Backupcompression einschalten

Das Backup wird schneller und kleiner. Was will man mehr? Dies geht zu Lasten der CPU, doch das ist vernachlässigbar.

 

Index Maintennance <=30% Reorganisation, sonst Rebuild

Der Index trägt nachhaltig zur Geschwindigkeit der Datenbanken bei. Man sollte darauf achten, dass periodisch die Indizes geprüft werden. Unter 30% Fragmentierung ist eine Reorganisation möglich, sonst muss der Index rebuildet werden.

Für den Indexrebuild empfhiehlt es sich, Max Degree of Parallelism wieder auf 0 zu stellen, da die Reorganisation bzw. der Rebuild schneller über die Bühne geht. Danach wieder zurück auf 1.

 

Update Statistics täglich, DBCC Checkdb vor Fullbackup

Mit Update Statistics wird der Einstiegspunkt festgelegt, damit nicht immer ein Fulltablescan gemacht werden muss. DBCC Checkdb verifiziert die Datenbanken auf ihre Konsistenz. ACHTUNG Repair with Dataloss ist im SharePoint nicht supportet!

 

To BLOB or not to BLOB

Zu guter letzt sollte man sich auch Gedanken über RBS machen. Wie in einem früheren Post erwähnt, entlastet der BLOB Store den SQL Server. Es gab eine Studie, wonach Files < 1MB schneller vom SQL und >1 MB schneller vom Filesystem gestreamt werden. Auch kann der RBS auf günstigeren Disks liegen, was die Gesamtkosten der Infrastruktur senkt. Bitte aber genau prüfen, bevor man da einsteigt. Die Backup Restore Szenarien verkomplizieren sich nämlich durch RBS ;-)

 

Und noch was zum Schluss: Never Virtualize an SQL Server (meine persönliche Meinung, die ein paar Cracks der Microsoft Consulting Services mit mir teilen…)

 

Das Disksubsystem

Disk Alignement

Auch auf dem Disksubsystem gibt es einiges zu beachten. Wenn nämlich mal der SQL mal sauber aufgesetzt und konfiguriert ist, kommt noch das Disksubsystem, auf welchem die Daten liegen. Of wird dies als „Grosser Kübel“ hingestellt und gut ist. Dass sich aber Threads gegenseitig ausbremsen, daran denkt niemand. Beginnen wir mal ganz unten, nämlich beim Disk Alignement. Wurde das Disk Alignement falsch gemacht, verursachen sie dem Disksubsystem Schmerzen, da es defakto die selbe Info zweimal schrieben muss. Einmal auf die Partition und dann noch auf die physische Disk. Stellen Sie sicher, dass die Partitionierung mit einer Blockgrösse von 64KB gemacht wurde. Ältere Systeme haben eine Blockgrösse von 4KB was denkbar schlecht ist.

Hier die Performanceunterschiede mit Aligned und Unaligned Disks:

DiskPartitionAlignmentFig1.jpg

Microsoft hat ein Whitepaper zum Disk Alignement und SQL Server 2008 bereitgestellt, welches exakt zeigt, wie man es einstellt, prüft und korrigiert. Auch werden die Auswirkungen detailiert aufgezeigt.
Hier der Link: http://download.microsoft.com/download/C/E/7/CE7DA506-CEDF-43DB-8179-D73DA13668C5/DiskPartitionAlignment.docx

 

Performance, IOPS und Anzahl Disks

Es gibt ganz viele Hersteller, die behautpen, das beste Disksubsystem für SharePoint zu haben. Ich sage dazu nur eines: Kein RAID10, kein gutes Disksubsystem für SharePoint. Grundsätzlich geht es um Performance, und da ist RAID10 nicht zu überbieten, auch wenn es notabene das verschwenderischste ist, da die zwei Platten welche zusammen mehr performance ergeben und zusätzlich noch gespiegelt werden. Man kann also genau 50% des eingekauften Speicherplatzes effektiv nutzen, was eigentlich eine schlechte Ausbeute ist.

Wir wollen aber Performance und daher wird auch von Microsoft dringend RAID10 empfohlen. Dann können Sie auch als Grundregel nehem, was unter 140 MB/s Throughput hat ist zu langsam. Diese Rechenmethode hat ihre Grenzen, denn sie sagt alleine nicht viel aus.

Sicherer ist mit IPOS zu rechnen. Hier ist die Faustregel 2 IOPS pro GB Daten. Da wird schnell klar, dass wir schnell mal ein paar IOPS auf unserem Disksubsystem brauchen.

Wichtige Grundregel beim Disksubsystem ist auch die Anzahl Disks, nicht nur der benötigte Platz sonder die Anzahl Spindeln, welche den IO verarbeiten sind hier die wichtigen Faktoren.

Es empfiehlt sich, einige Tests mit SQLIO zu machen.
Zum Tool:  http://www.microsoft.com/download/en/details.aspx?id=20163
zur Beschreibung: http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc966412.aspx

 

So, nun habe ich erstmal genug losgelassen, ich lass euch das ganze erst mal verdauen.

So long, Samuel

 

Ich wünsche einen schönen 2. Advent gehabt zu haben. Da das ja quasi Bergfest ist, wird es Zeit, für ein kleines Geschenk:

Die benutzerdefinierte Hilfe in SharePoint bietet eine hervorragende Möglichkeit, den Anwender Hilfe zu eigenen Webparts o.ä. anzubieten.

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Die Einrichtung ist relativ einfach und hier beschrieben.

Kleiner Hinweis:

Solltet ihr mehrere Sprachpakete installiert haben, kann es sein, dass die Hilfe nicht für  alle Sprachen installiert ist.
In diesem Fall müsstet ihr diese manuell nachziehen. Dazu einfach folgenden Befehl ausführen:
hcinstal.exe /act InstallAllHCs /loc 1031
Dieser Befehl würde die deutsche Hilfe nachziehen. Ihr könnt den Teil mit “/loc 1031” auch weglassen, dann installiert er alle notwendigen Sprachen neu.
Habt etwas Geduld, das kann zwischen 10 und 30 Minuten dauern, bis der durch ist.

Leider hat die Hilfe einen kleinen Nachteil: alle Seiten müssen in HTML geschrieben werden und beim Einfügen von Bildern etc. entstehen dabei absolute Links. Vor allem, wenn man nach der mehr oder weniger offiziellen Anleitung arbeitet (hier) und Word verwendet (was leider bei einigen meiner Kunden die einzige Chance ist, die Inhalte zu bekommen)

An sich ist die die benutzerdefinierte Hilfe ein echt schönes Konstrukt, um eigene Hilfe-Inhalte mit einzubinden, wenn es an ein, zwei Stellen nicht so holprig wäre.

Um wenigstens einen kleinen Stolperstein zu umgehen, habe ich eine Workflow-Activity geschrieben, die bei allen Hilfe-Seiten die absoluten Links in server-relative Links umwandelt.

Einrichtung

Nachdem ihr die Solution eingespielt und aktiviert habt, könnt ihr die Aktivität über den SharePoint Designer verwenden. Legt dazu einen neuen, wiederverwendbaren Workflow an (ich würde ihn auch gleich auf den Content Type “Hilfe-Thema” bzw. “Help Topcic” beschränken):

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Anschließend fügt die Aktivität “Update help topic” bzw. “Hilfe-Thema aktualisieren” hinzu und wählt dort dann als Context das aktuelle Element aus:

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Zu guter letzt müsst ihr diesen noch auf der Hilfe-Bibliothek entsprechend binden. Geht dazu in die Workfloweinstellungen der Hilfe Bibliothek, wählt den Content Type aus und fügt für diesen einen neuen Workflow hinzu:

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Vergebt einen Namen, Startoptionen etc. (ich würde “bei jeder Änderung” empfehlen, ihr könnt das aber auch in einen Freigabeprozess integrieren o.ä.)

Das war es auch schon. Wann immer nun HTML oder HTM-Dateien eingespielt oder verändert werden, werden die Links darin entsprechend angepasst.

Die Solution findet hier: AdjustHelp.Solution.zip.

Fabian hat im vorangegangen Artikel 10 Performance Tipps genannt. Aber wie viel Performance kann ich hierdurch wirklich gewinnen? Ich picke mir einfach den Blob Cache heraus und stelle Ihn auf den Prüfstand. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser clip_image001

Testumgebung

Zum Testen nutze ich einen Visual Studio 2010 Load Test. Meine Testumgebung läuft bei Cloudshare und sieht folgendermaßen aus:

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Der WFE hat 6GB RAM und 2 CPUs und der SQL Server 2GB und 2 CPUs (ich weiß, ich weiß, ist etwas dünn). Der Last Test läuft 5 Minuten mit jeweils 100 parallel Zugriffen (Threads).

Die Testseite (Publishing Page)

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Der Load Test

Der Load Test besteht nur aus einem einzigen Web Test der einen HTTP-Request auf die folgende Seite ausführt. Sehr einfach aber ausreichend um die effizienz des Blob Caches zu validieren. Load Tests können auch wesentlich komplexer sein!

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=pvA-82FVXBo&hl=en&hd=1]
Einfachen Lasttest Erstellen

Der Test wird einmal ohne Blob-Caching und einmal mit Blob-Caching ausgeführt. Der Blob-Cache kann wie hier beschrieben konfiguriert werden:

http://blogs.msdn.com/b/sharepointalps/archive/2011/09/30/blob-cache-im-sharepoint-2010-umfeld.aspx

 

Das Ergebnis

Baseline ist der Test ohne BLOB Cache und der Comparsion Run ist mit aktiviertem Blob Cache.

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Der Test mit aktiviertem BLOB Cache ist 11 % schneller.

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Wenig erstaunlich ist, dass die Prozessoren des SQL Server insgesamt um 31% weniger ausgelastet sind. Sehr stark entlastet werden auch die Netzwerkarten und somit auch das Netzwerk. Auf dem SQL Server haben wir 81% und auf WFE 76% weniger Traffic. Nur sehr leicht angestiegen (2%) ist die Festplattenaktivität auf dem WFE da die Bilder, CSS und Skripte jetzt aus dem Cache geladen werden. Interessant ist auch das der IIS Worker Process 34% weniger belastet ist. Das könnte daran liegen, dass die die Dateien jetzt direkt auf der Platte liegen und nicht erst die Binärdaten des SQL Server verarbeiten werden müssen.

Fazit

Der Blob Cache bringt wirklich etwas und entlastet deutlich SQL Server, Netzwerk und WFEs!
@Fabi: recht gehabt clip_image006

 

Auch von meiner Seite ein herzliches Hallo vom SharePoint-Advents-Blog. Meinen ersten Artikel werde ich dem Thema Performance widmen und 10 Tipps geben, wie eine SharePoint-Umgebung in Sachen Performance optimiert werden kann.

1. Datenbank- vom Nutzer-Traffic separieren
SharePoint kommuniziert unwahrscheinlich viel mit den Datenbanken im Hintergrund. Es werden nicht nur alle Inhalte und Einstellung einer Website in der Inhalts- bzw. Konfigurationsdatenbank gespeichert, auch Anwendungen wie etwa die Suche- oder die Profildienste provozieren eine extrem hohe Datenbanklast. Um  einen optimalen Durchsatz von den Frontend- oder Anwendungsservern zum SQL Server zu erzielen, empfiehlt es sich, netzwerkseitig diese Kommunikation vom Nutzer-Traffic zu trennen.

2. SQL-Parameter einstellen
SQL-Profis wissen, dass die Datenbank-Engine zahlreiche Möglichkeiten liefert, die Performance der Datenbank selbst zu optimieren. Da auch SharePoint auf den SQL-Server zurückgreift, sollte auch diese Ebene betrachtet werden. Erster Schritt ist die physikalische Trennung der SharePoint-Datenbankdateien von anderen Datenbanken sowie der Temp-DB. Auch die Log-Files sollten auf einer separaten Platte abgespeichert werden. Weiterhin ist es lohnenswert die Temp-DB zu optimieren, wie in diesem Artikel beschrieben. Zusätzlich zu diesen beiden Schritten, kann die Größe der Inhaltsdatenbanken auf einen festen Wert, von zum Beispiel 80 Gigabyte gesetzt werden. Normalerweise erhöht der SQL Server die Datenbankdateien in kleinen Schritten. Diese Einstellung kann auf einen festen Wert von beispielsweise 10 Megabyte geändert werden.

3. Mehrere Inhaltsdatenbanken verwenden
SharePoint liefert die Möglichkeit, Site Collections in unterschiedlichen Inhaltsdatenbanken abzuspeichern. Von dieser Option sollte man unbedingt Gebrauch machen und einen Weg finden, die jeweiligen Websitesammlungen datenbankseitig voneinander zu trennen. SharePoint speichert dummer Weise die meisten Inhalte einer Website (Ankündigungen, Aufgaben oder Termine) in einer SQL-Tabelle ab. Mit einer immer höher werdenden Anzahl an Webseiten in einer Datenbank sinkt demensprechend die Performance der gesamten Plattform. Daher sollte man unbedingt mehrere Inhaltsdatenbanken planen.

4. SQL-Index-Daten defragmentieren
Der SQL Server verwaltet intern eine Reihe von Indizes zur Speicherung verschiedener Datenbanken. Da diese Dateien schnell fragmentiert werden können, empfiehlt es sich, die Daten im Rahmen der regelmäßigen Wartungsarbeiten zu defragmentieren.

5. Separation von Webanwendungen und Prozessen
Bestimmte SharePoint-Anwendungen erfordern auf den Servern unter Umständen einen hohen Ressourcenbedarf. Der bekanntestes dieser Dienste ist der Indizierungsprozess der Suche. Um auf den Frontend-Servern für die Benutzer spürbare Seiteneffekte zu vermeiden, sollten diese ressourcenintensiven Dienste auf einen separaten Application Server ausgelagert werden.

6. HTTP-Komprimierung verwenden
Die Internet Information Service (IIS) liefern die Möglichkeit, die vom IIS ausgelieferten HTTP-Pakete zu komprimieren. Auch die Datenpakete von SharePoint lassen sich über diese Technik verkleinern, daher sollte auch bei SharePoint-Farmen von der HTTP-Komprimierung Gebrauch gemacht werden.

7. CSS- und JavaScript-Optimierung
Besonders bei angepassten Webseiten für Intranets oder Internetauftritte empfiehlt es sich, einen guten Plan für die Umsetzung von Cascading Style Sheets oder JavaScripts zu haben. Lohnenswert ist es, die jeweiligen Daten zu minimieren, also Zeilenumbrüche bzw. Leerzeichen vor der Auslieferung zu entfernen. Zudem sollte die Anzahl der ausgelieferten CSS-Dateien möglichst gering gehalten werden. Bei Internetseiten sollten die CSS-Klassen des Edit-Modes zum Beispiel nicht im View-Mode heruntergeladen werden müssen. Bei JavaScripts liefert SharePoint 2010 die Möglichkeit, bestimmte Dateien oder Scripts nur dann zu laden, wenn Sie erforderlich sind (on demand).

8. Blob-Caching verwenden
Grafiken können durch das Blob-Caching auf den Frontend Servern für eine definierte Zeit zwischengespeichert werden. Die dadurch entstehende Ersparnis an Datenbank-Traffic kann unter Umständen sehr groß sein.

9. Output-Cache verwenden
SharePoint integriert eine Caching-Funktion mittels derer komplette Seite zwischengespeichert werden können. Das Output-Caching ist standardmäßig deaktiviert und sollte mindestens bei anonymen Internetseiten aktiviert werden.

10. Site Definitions und Features für Templates verwenden
Zusammen mit dem SharePoint Designer lassen sich Master- oder Content-Seiten unwahrscheinlich einfach anpassen und ggf. auch als Vorlage speichern. Problem dabei:  Nach der Anpassung werden die Master- bzw. ASPX-Dateien komplett in der Datenbank gespeichert und auch von dieser Stelle geparst. Und wie wir wissen, erfordert SharePoint ja schon genügen Datenbanklast. Aus diesem Grund sollten Websitevorlagen, Masterseiten oder Page Layouts nicht direkt mit dem SharePoint Designer angepasst werden, sondern stattdessen als Feature auf den Frontend-Server bereitgestellt werden. In Sachen Performance ist es auch von Vorteil JavaScript- oder CSS-Dateien im Layouts-Verzeichnis abzulegen. Die Prämisse sollte stets sein, den Traffic hin zur Datenbank möglichst gering zu halten.

So, das war mein erster Adventsbeitrag. Ich hoffe, dass der eine oder andere Tipp nützlich ist. Neben diesen Vorschlägen sollte man natürlich die Programmierebene nicht vernachlässigen und bei seinen individuellen Anwendungen auf eine vernünftige Performance achten. Wie die Performance einer SharePoint-Webseite gemessen werden kann, wir Christian morgen beschreiben.

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